Gewerbesteuer
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Grundprinzip
Die Einführung der Gewerbesteuer ist Teil des Updates vom August 2011. Sie stellt eine zusätzliche Variante dar, wie der Spieler Geld verdienen kann. Einige der bisherigen Gebäude, wie das Kaufhaus und die Nahrungsfabrik, zahlen nun aufgrund entsprechender Combos bereits ein wenige Gewerbesteuer und haben sich somit gegenüber dem vorherigen Stand verbessert. Gleichzeitig kosten nun einzelne Gebäude wie das Olympiastadion und das Städtische Bauamt einen gewissen Unterhalt, der als negative Gewerbesteuer abgebildet wird. Aber die Haupteinnahmequelle für Gewerbesteuer stellen die neuen Bürogebäude dar.
Im Vergleich zu den Wohngebäuden sind einige wesentliche Unterschiede festzuhalten:
- Die Bürogebäude stellen keinen Wohnraum zur Verfügung. Dort wohnt also niemand.
- Die Höhe der Gewerbesteuer hängt vom Ortsfaktor ab während der Wohnraum bei den Wohngebäuden unabhängig vom Ortsfaktor ist. Bürogebäude lohnen sich daher nur in Stadtteilen mit hohem Ortsfaktor.
- Während es nur relativ wenige Combos gibt, die den Wohnraum verändern -- pro Gebäude gibt es höchstens 2 Wohnraum-Combos -- gibt es bei den Bürogebäuden mehr Combos, die zur Erhöhung der Gewerbesteuer beitragen.
Gemeinsam ist, dass beides, Wohnraum und Gewerbesteuer, proportional mit der Stufe steigt. Doppelte Stufe = doppelter Wohnraum und doppelte Gewerbesteuer. Dreifache Gebäudestufe = dreifacher Wohnraum und dreifache Gewerbesteuer. Zum Vergleich: Die Nahrungsproduktion und die Popularität von Gebäuden wachsen nicht linear. -- Auch in dieser Hinsicht sind die Bürogebäude eher mit den Wohngebäuden als mit den Nahrungsgebäuden zu vergleichen.
Einnahmen
Jedes Bürogebäude hat einen bestimmten Grundwert für die Gewerbesteuer (pro Stufe), ähnlich wie jedes Wohngebäude eine bestimmte Grundanzahl an Plätzen (pro Stufe) hat. Bei den modernen Büros, die genauso viel kosten wie die Mehrfamilienhäuser, beträgt dieser Grundwert 60. Das heisst, dass bei einem Ortsfaktor von 100% dort so viel Gewerbesteuer gezahlt wird, wie 60 Einwohner an Einkommenssteuer zahlen. Bei einem Ortsfaktor von 100% ist das Gebäude daher lukrativer als die Mehrfamilienhäuser mit seinen 50 Bewohnern. Beide Gebäude lassen sich auf Stufe 4 ausbauen und die Bauzeit ist auch sehr ähnlich. Daher empfiehlt es sich, wenn man sich zwischen den beiden Gebäuden entscheiden möchte, bei hohem Ortsfaktor die Büros zu bauen und bei niedrigem Ortsfaktor die Mehrfamilienhäuser. Ab wann sich das nun genau lohnt, kann aufgrund der unterschiedlichen Combos, die unter anderem den Ortsfaktor und die Gewerbesteuer beeinflussen, nicht pauschal gesagt werden. Dies muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden. Die tatsächlichen Einnahmen an Gewerbesteuer hängen davon ab, ob in der Stadt ein Nahrungsreplikator steht oder nicht. Sie berücksichtigen nämlich, ob die Einkommenssteuer durch den Verbrauch von Nahrung erzielt wird (Städte ohne Nahrungsreplikator müssen ja genügend Nahrung produzieren), oder ob die Einkommenssteuer von der Nahrung unabhängig geworden ist.
Beispielrechnung
Ein einzelnes Bürohochhaus hat einen Grundwert von 180.
- Der natürliche Ortsfaktor des Bauplatzes soll 80% betragen.
- Der Ortsfaktormodifikator des Gebäudes beträgt -6%, ergibt also vorerst 74%.
- Es steht direkt neben dem Nahrungsreplikator. Entfernung: 1 Feld. Combowirkung: +2 Gewerbesteuer, +2% OF auf alle Bürogebäude und nochmal +1 Gewerbesteuer, +1% OF auf Bürohochhäuser. Also +3 Gewerbesteuer, +3% OF. Ergibt vorerst 183 Gewerbesteuer (Grundwert) und 77% Ortsfaktor.
- Ebenfalls direkt daneben steht eine Fahrzeugfabrik. Entfernung: 1 Feld. Combowirkung: +4 Gewerbesteuer, +4% OF auf alle Bürogebäude und nochmal +1/+1 auf Bürohochhäuser. Also +5 Gewerbesteuer, +5% OF. Ergibt vorerste 188 Gewerbesteuer und 82% Ortsfaktor.
- In 2 Feldern Entfernung befinden sich jeweils ein Parkhaus und ein Handelszentrum. 2 Felder Entfernung = halbe Combowirkung. Unterm Strich: Das Parkhaus erhöht die Popularität um 0,75 und den Ortsfaktor um 2,5%. Das Handelszentrum erhöht die Gewerbesteuer um 2,5 und den Ortsfaktor um 2,5%. Ergibt vorerst 190,5 Gewerbesteuer und 87% Ortsfaktor.
- Weiterhin stehen noch ein paar Wolkenkratzer in der Nähe, die insgesamt noch mal 2,25 Popularität und 3% Ortsfaktor beitragen. Es bleibt bei 190,5 Gewerbesteuer, mittlerweile jedoch bei 90% Ortsfaktor. Und die Popularität ist um insgesamt 3 Punkte über dem Grundwert.
Der Grundwert von 190,5 wird mit dem Ortsfaktor (0,90) multipliziert. Das ergibt 171,45. D.h. das Bürohochhaus erwirtschaftet bei Stufe 1 genau so viel Gewerbesteuer, wie 171,45 Einwohner an Einkommenssteuer zahlen würden. Und das ist etwas mehr als die 170 Plätze, die ein Wolkenkratzer Stufe 1 inklusive Stadtplanung-6-Combo bietet. Nämlich 16.459 § pro Tag beim Regierungssystem Autonomie und 18.928 § pro Tag in Firmenimperien.

